Als Baby in einem Körbchen in Seoul gefunden – Lucia zu Besuch bei Daniel Hires

Posted by: on Jun 26, 2015 | No Comments

Wenn Daniel erzählt, wo er herkommt, dann ist man mitten in einem Moses-ähnlichen Setting: “Eine ältere Dame hat mich als Baby in den Straßen von Seoul gefunden, in einem Körbchen…”
“Was ‘ne Geschichte!” schau ich ihn mit großen Augen an.
“Ja” sagt Daniel “erzähl ich mindestens ein Mal am Tag.”

Geschichten-Erzähler ist Daniel aber nicht. Und auch wenn er sagt, dass er sehr an den Geschichten interessiert ist, denke ich, dass er primär ein großer Menschenfreund ist. Er möchte die Welt besser machen für die Menschen. Deshalb ist er mittlerweile auch ein Sinn-Macher geworden, nämlich bei Make Sense in Deutschland.

Homestory, Daniel, Berlin, Korea-1Daniel lacht gerne und viel, wir quatschen über dies und das, auch über Korea, wo er dann nicht mehr ganz so super herzlich lacht, sondern mir immer noch total ungläubig ein Foto zeigt, auf dem er mit unglaublich viel anderen Menschen in einem Klassenraum sitzt” und als erstes mussten wir alle ein identisches, gelbes Poloshirt anziehen”. Gleichschaltung, da steht Daniel nicht drauf, er ist, wie schon erwähnt, ein großer Menschenfreund, das passt dann nicht zusammen.

Ich merke Daniel gar nicht an, dass er bei dem inzwischen um sich greifenden Spiel “Dauer-Termin-Marathon” mitmacht, nur kurz, als er plötzlich aufspringt, um nur mal eben zwischendurch schnell eine Mail zu schreiben, weil die gerade wichtig ist.

Klar, wenn man die Welt verändern will, kann man nicht einfach nur Nichts-tuend zu Hause herum sitzen. Aber hier und da mal zwei Stunden allein auf dem Sofa die weiße Wand anstarren, und ohne Termine und ohne bestimmtes Ziel die Gedanken frei durchziehen lassen, das sollte man sich schon gönnen. Das ist so viel wert, das sollte niemals verloren gehen in dieser Welt, auch dir nicht, Daniel.

Hier meinen Besuch beim höchst sympathischen Daniel anhören:

Oder auf Funkhaus Europa.