Accessoires und zwei Wohnungen in Berlin – Lucia zu Besuch bei Volkan Celik

Posted by: on Mar 24, 2015 | No Comments

Bevor ich zu Volkan gefahren bin, hab ich meinen Aussprache-Duden rausgekramt und zur Sicherheit nachgeguckt. Accessoire – wie spricht man das richtig aus? So, wie ich es tu “Ak-ze-soah”? Oder so wie die meisten es sagen, “Assessoah”?

“Alles klar, Akzesoah ist richtig”, bestätigt mich der Duden und ich mache mich auf zum Meister: Volkan Celik. Volkan ist das nämlich von Beruf: Accessoire-Macher. Mit eigenem Label: vc-accesoires. Und da macht er alles. Von Anfang bis Ende: Idee, Entwurf, Design, Nähen, Verpacken.

homestory, Volkan Celik, Berlin, Türkei01Volkan macht mir auf und ich bin in seiner wirklich sehr geschmackvoll und detailverliebt eingerichteten Wohnung. Wohnung Nummer Eins. Denn Volkan hat tatsächlich zwei Wohnungen in Berlin. Eine in Neukölln, eine in Prenzlauer Berg. Weil es einfach ein anderes Lebensgefühl für und in der Stadt mit sich bringt, meint er.

Und wenn man das jetzt so liest, denkt man vielleicht: alberner Designer-Mode-Fuzzi, der möchtegern-extravagant zwei Wohnungen braucht. Pfffff. Aber ich kann versichern: so ist es nicht. Volkan ist so ultra-sympathisch und bescheiden und gut gelaunt und freundlich und angenehm, dass Worte kaum reichen.

homestory, Volkan Celik, Berlin, Türkei02

Und schöne Accessoires macht er. Da braucht man fast keine Klamotten, wenn man die anzieht. Leider habe ich nur zwei Euro in der Tasche und so sehe ich von einem Kaufgespräch ab.

“Was hab ich denn für eine Oma-Frisur?” fragt Volkan ein bisschen überrascht, als ich ihm das Foto zeige, das ich von ihm gemacht habe. “Die, die du dir gemacht hast” antworte ich und er winkt das Bild durch.

Hier meinen Besuch bei Volkan Celik hören:


Oder auf Funkhaus Europa.

Volkan selber sagt übrigens “Assessoah”, weil er es so schöner findet. Und wer wäre ich, dem zu widersprechen, wo ich doch die Erfinderin und Vertreterin der Emo-Grammatik, des Emo-Vokabulars und der Emo-Artikulation bin? Eben!

(Emo-x: also schreiben und sprechen wie man fühlt – bei Interesse schicke ich gern ein Faltblatt zu, oder schreibe hier mal einen Artikel dazu.)